Volltextsuche
Redaktionelle Suchbegriffe

Raymond Loewy und die Stromlinienform

Die international renommierte Raymond Loewy Foundation stellt auf ihrer deutschen Website unter anderem hilfreiche Details zu ihrem Förderpreis für junge Designer (Lucky Strike Junior Designer Award) und zum Leben und Wirken ihres Namensgebers zur Verfügung (siehe: http://www.raymondloewyfoundation.com/raymond-loewy/loewy-im-portrait.html).

Weitere Vertreter der »stream-line-form« im Bereich des Massendesigns waren Norman Bel Geddes, Henry Dreyfuss und Walter Dorwin Teague. Doch keiner von ihnen war so erfolgreich wie Raymond Loewy (1893-1986). In der Website der oben zitierten (deutschen) heißt es: »Raymond Loewy, genialer Designer und wohl vielseitigster Vertreter dieser Disziplin, schrieb Design-Geschichte. Er gilt als der bisher einflussreichste Protagonist der industriellen Formgestaltung Nordamerikas und prägte den Geschmack und Lebensstil einiger Generationen. Noch heute beeinflusst Loewys Design[prinzip] [...] die industrielle Formgebung. Loewy verstand als erster Design als Marketingfaktor: "Von zwei Produkten, die in Preis, Funktion und Qualität nichts unterscheidet, wird das mit dem attraktiveren Äußeren das Rennen machen." Mit diesen pragmatischen Worten umschrieb Raymond Loewy seine Auffassung von Design, und wohl darin liegt sein Erfolgsgeheimnis.
Er hat zwischen 1925 und 1980 die amerikanische Alltagskultur entscheidend geprägt. Loewy, dessen Handschrift die Stromlinienform war, gab dem „American Way of Life" sein Gesicht: Die Industrie beauftragte ihn mit Neuentwürfen und kosmetischen Korrekturen von Automobilen bis hin zu Zahnpastatuben, Büromöbeln und Ozeandampfern, Lippenstiften und Kaffeetassen. [...]
„He streamlines the sales curve" schrieb 1949 das amerikanische Nachrichtenmagazin "Time" in Anlehnung an sein Stromlinien-Design über Loewy. "Design Management" und "Design Consulting" waren bereits in den 40er Jahren Bestandteil seiner [Geschäftsidee]. [...] "Never leave well enough alone", so formulierte Raymond Loewy 1951 in seiner Autobiografie. Als das Buch 1953 unter dem Titel "Hässlichkeit verkauft sich schlecht" in Deutschland erschien, wurde es auch hier ein Bestseller.

Der Spiegel (1953)

Für Nachrichtenmagazine wie "Time" und "Spiegel" jeweils Anlass, Raymond Loewy und seinem "Feldzug gegen den schlechten Geschmack" Titelgeschichten zu widmen.[...]
Loewy, dessen Stromlinien-Styling zum Konsummotor der westlichen Welt avancierte, bezeichnete sich selbst als "Apostel der Schlichtheit und Zurückhaltung". Gleichzeitig sagte er selbstbewusst: "Ich kann von mir behaupten, ich habe den Alltag des 20. Jahrhunderts schöner gemacht.“«


Zur weiteren Auskunft siehe auch: Stromlinienform

Einstelldatum: April 2009