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Filmprojektor BAUERT T 1 S (8mm)

Bild
© Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht

Hersteller:
Robert Bosch Elektronik und Photokino GmbH, Berlin
Entwerfer: Bernhard Jablonski

Filmprojektoren stehen in einer Kette geweckten Bedarfs, der auf einem durchschnittlich hohen Lebensstandard fußt. Mit anderen Worten: Erst musste in breiten Bevölkerungsschichten Geld vorhanden sein, um zu reisen; während der Reise bannte man das Erlebte mit Hilfe der Kamera auf Filme, und dann waren Projektoren erforderlich, um das im Bild gefasste Geschehen vorführen zu können. Die Gemeinde der Filmer ist in allen Industrienationen Legion. Eine auch das kreative Empfinden anregende Freizeitbeschäftigung hat sich damit wellweit etabliert. Sieht man in irgendein Schaufenster eines größeren Kamera- oder Filmgeschäftes, so überrascht das breite Angebot an Geräten und Hilfsmitteln auf diesem Feld. Folge dieser vielfältigen Produktion ist ein scharfer Konkurrenzkampf, der dem Käufer zugute kommt. Bei der sich immer stärker angleichenden technischen Leistung der Erzeugnisse verschiedenster Hersteller spielt er sich besonders auf dem Feld des Preises und nicht zuletzt in dem Bereich der Form ab; denn die Form bedeutet mehr Leistung, die vom Käufer bei der Wahl zwischen zwei Geräten gleicher technischer Voraussetzung auch honoriert wird. Es ist erfreulich zu beobachten, dass durch diesen Konkurrenzkampf gerade im letzten Jahrzehnt eine Anhebung des durchschnittlichen formalen Niveaus erfolgte. Das gestaltete Gerät mit damit besseren Marktchancen zwang nämlich den anderen Hersteller, der seine Marktposition halten wollte, zu folgen. Zu den Schrittmachern in dieser Entwicklung zählt auch die oben genannte herstellende Firma mit ihren von Bernhard Jablonski gestalteten Produkten. Auch der Filmprojektor Bauer T 1 S super (8 mm) wurde von ihm formal entworfen. Unter den vergleichbaren Geräten ist er das zierlichste, in den Abmessungen kleinste. Seine Aufbewahrung erfolgt in einer der Form des Gerätes entsprechenden Haube, die bei der Vorführung zugleich als Projektoruntersatz verwendet werden kann. Der Projektor selbst besitzt bei rechteckigem Grundriss kubische Gestalt mit sich leicht nach oben verjüngenden Vertikalen. Ein feststehender Träger übergreift, leicht nach rückwärts versetzt, den Körper und folgt dessen Linienführung. Helle Metallteile und anthrazitfarbene Kunststoffelemente bilden das Material des Gehäuses, dessen Bedienungstasten und sichtbare technische Teile wie bei allen geformten Produkten einer ausgewogenen Ordnung, die von der Gestalt des Körpers abhängig ist, unterliegen.

Einstelldatum: September 2008